Leise ist mein Berlin
und es hat Alleen, Büsche, Sträucher, Aufzüge und Straßenlaternen.
Über den Friedhöfen liegt die Ruhe, die man im Park sucht und nur hier findet.
Wenn ich dort küsse und sage, „Hier ist es still“,
vergeht sich ein Ghettoblaster mit „Umz Umz“ an meinen Herzrhytmusstörungen.

Leise ist mein Berlin
und es gibt Kuchen, Rhabarbersaftschorle und Eiskaffee, der sich in schelmischer Süße als Eisschokolade verkleidet.
Über den Autoabstellplätzen liegt ein Gefühl von zu Hause, das mir näher und härter ist als das Sachte in den Hinterhöfen.
Wenn ich dort stehe und zu einem Fenster hinauf sehe,
streicht mir ein Wind um die Schultern, der mich an die Mülleimer in der Ecke wirklich glauben lässt.

Leise ist mein Berlin
es gibt dich, sie, ihn und mich. Deine Stimme ist weich und klug. Ihre Stimme schmeichelt und neckt. Seine Stimme ist rauh und fest. Meine Stimme flüstert, denn leise ist mein Berlin.



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